Schlafstörung

Schlafstörungen sind ein häufiges Leiden, das infolge eines unerholsamen Schlafes nicht nur eine reduzierte Leistungsfähigkeit nach sich ziehen kann, sondern vielmehr in nachteiligen gesundheitlichen Folgen durch einen nächtlichen Abfall der Sauerstoffsättigung münden kann. Oftmals sind bestimmte Erkrankungen mit dem Auftreten von nächtlichen Atempausen (Schlafapnoe) vergesellschaftet. In der Folge ist beispielsweise ein erhöhter nächtlicher Blutdruck oder Probleme mit dem Herzschlag möglich.

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Dabei ist zu erwähnen, dass ein Übergewicht häufig assoziiert sein kann, aber auch schlanke Menschen betroffen sein können. Auch die Assoziation mit einem begleitenden Schnarchen ist nicht zwingend erforderlich: Oftmals sind es die geräuschlosen Atempausen, die zu einem unerholsamen Schlaf führen.

Befragt man Patienten, die gemäß bestehender Risikomerkmale eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine schlafbezogene Atmungsstörung haben, nach ihrem Erleben, haben viele der Betroffene kein krankheitsspezifisches Bewusstsein.

Daher bieten wir bei Verdacht auf schlafbezogene Atmungsstörungen eine ambulante Untersuchung an, für die Sie gerne auch bei anderweitiger hausärztlicher Versorgung im Sinne einer Auftragsleistung für eine kardiorespiratorische Polygraphie zu uns überwiesen werden können.

Bei Interesse freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Lebensweisen

  • „Lagerung im Bett“: Viele Atemaussetzer treten in Rückenlage auf. Ein verbreitetes Missverständnis besteht darin, zu glauben, dass man die Schlafposition beim Einschlafen durch die Positionswahl kontrollieren kann. Man kann versuchen, durch Lagerungsmaßnahmen eine Schlafposition zu begünstigen, allerdings dürfte das Tragen eines Schlafrucksacks (z.B. SomnoCushion) effizienter sein, da man sich im Schlaf bewegt.
  • Bei leichtgradigen Einschränkungen ist die Lagerungsmethode eine Option, allerdings wird je nach Ausmaß der Schlafstörung eine weiterführende Versorgung unerlässlich.

Auch in Bezug auf die schlafbezogenen Atmungsstörungen haben die Grundzüge der Ernährung und Bewegung ihren Stellenwert:

Ausgewogene Ernährung

  • Menge der Mahlzeiten
  • Uhrzeit der Mahlzeiten
  • Zusammensetzung der Mahlzeiten
  • Art der Kohlehydrate
  • Jeder reagiert anders, die individuelle Bewertung erfolgt mit Hilfe der Blutzucker- und Ernährungs-Profile im Rahmen der Sprechstunde.
  • Achtung: Alkohol kann zu schweren Unterzuckerungen führen.

Ausreichende Bewegung

  • Jede Muskelbewegung spart Insulin, da bei Muskelaktivität eine von Insulin unabhängige Zuckeraufnahme in den Muskel erfolgt
  • Bewegungs-Aktivität im Alltag steigen
  • Kein Extremsport erforderlich
  • Bei erhöhter sportlicher Aktivität wie Fahrradtour oder Wanderungen muss die Dosis der Insulintherapie überdacht werden, da während der sportlichen Aktivität und darüber hinaus ein verminderter Insulinbedarf besteht
  • Durch eine Verringerung der Körperfettmasse sinkt der Insulinbedarf

Leistungsspektrum

  • Angesichts des Erkrankungsspektrums unserer Patienten haben wir eine erhöhte Prätestwahrscheinlichkeit. Daher bieten wir das Schlafapnoe-Screening, die sogenannte kardiorespiratorische Polygraphie an, da es viele Betroffene mit nicht diagnostizierter, klinisch relevanter Schlafapnoe gibt.
  • Im Rahmen der Untersuchung wird mit Hilfe einer Nasenbrille (Überprüfen des Luftflusses), einem Finger-Pulsoxymeter (Gehalt des Sauerstoffes im Blut), einem Brust- und Bauchgurt (Atemauslenkung) und dem Messgerät (mit Lagesensor) über eine Nacht das Schlafverhalten dokumentiert.
  • Ergibt sich ein auffallendes Resultat, folgt je Ausmaß und individueller Konstellation die Vorstellung im Schlaflabor zur Anpassung einer Atemmaske oder die Vorstellung bei zahnärztlichen Kollegen mit Zusatzkenntnissen in der zahnärztlichen Schlafmedizin (Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Schlafmedizin, www.dgzs.de) für eine Versorgung mit einer bestimmten Schienenform: Diese soll die Atemwege freihalten.

Folgeerkrankungen

Folgeerkrankungen infolge des nächtlichen Sauerstoffmangels können relevant sein und über die Tagesmüdigkeit infolge eines nicht erholsamen Schlafes hinausgehen: So können infolge der Entsättigungen schwerwiegende Komplikationen des Herz-Kreislaufsystems oder der Hirnleistung auftreten. Mögliche Zeichen eine potenziellen Schlafapnoe können nächtlich erhöhte Blutdruckwerte sein (Nachweis in der Langzeit-Blutdruckmessung), aber auch Albträume werden häufig als Korrelat beschrieben.